Qualität ist unsere Tradition.

akf Historie

akf siemers feiert 2011 sein 125jähriges Jubiläum.

Es gibt nicht viele Firmen, die so lange erfolgreich bestehen – und die über einen derart langen Zeitraum in Familienbesitz sind. Wir sind stolz auf diese lange Tradition und haben allen Anlass zum Feiern.

Wir möchten unsere lange Firmengeschichte gerne mit Ihnen teilen. Ab sofort finden Sie hier jeden Monat einen neuen, spannenden Abschnitt aus unserer Historie. Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern in der 125jährigen Geschichte von akf siemers.

So fing alles an

Adolf Siemers gründete die Firma im Jahre 1886 mit einem kleinen Basiskapital, das er zuvor als Leiter beim Bau des alten Hamburger Elbtunnels erhalten hatte. Unter dem Namen „Packkistenfabrik Adolf Siemers“ nahm er den Betrieb mit drei bis vier Mitarbeitern in der historischen Deichstraße in Hamburg auf.

Da es damals noch keine Kartons gab – diese wurden in Deutschland erstmals um 1930 eingeführt und auf Grund der Wirtschaftskrise bis nach dem Zweiten Weltkrieg nicht weiterentwickelt – verpackte man nahezu alles in Holzkisten. Präzisionsarbeit und Statikberechnung gab es bei der Holzver- packung in den Anfangsjahren jedoch noch nicht: Mit dünnen Latten nagelte Adolf Siemers per Hand Fisch-, Kartoffel- und Bierkisten zusammen, um sie für weitere Verpackungen verwenden zu können.

Wenn sich seit der Firmengründung viel verändert haben mag – eines ist noch heute ein Hauptbestandteil von akf siemers: die Kiste.

Der Kajen: Die Packkistenfabrik Adolf Siemers findet eine Heimat

Schon zwei Jahre nach der Firmengründung zog es die Packkistenfabrik Adolf Siemers, auch Exportkistenfabrik genannt, im Jahre 1888 in neue Räume: Von der Deichstraße übersiedelte die Firma in den nahegelegenden Kajen und fand somit ihre Heimat direkt am Hamburger Hafen. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Packkistenfabrik dort beheimatet.

Hauptgeschäftsfeld in dieser Zeit war die Verpackung von Tee, Kaffee, Gewürzen und weiteren Lebensmitteln in Holzkisten. 1888 war die Hamburger Speicherstadt gegründet worden, in der eben diese Waren gelagert und gehandelt wurden. Der neue Standort der Packkistenfabrik befand sich in unmittelbarer Nähe zur Speicherstadt – eine optimale Ergänzung.

Am 10. September 1921 übernahm der Sohn des Firmengründers, Carl Martin Siemers, die Geschäftsführung. Zuvor hatte der Kaufmann bereits als Prokurist und Gesellschafter in dem Unternehmen gearbeitet. Er führte die Geschäfte bis zum Beginn des Krieges.

Alles auf Anfang: Der Wiederbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Da beide Söhne des Inhabers Carl Martin Siemers während des Zweiten Weltkrieges eingezogen wurden, lief die Packkistenfabrik Adolf Siemers in den Anfangsmonaten des Krieges nur auf Sparflamme. Der Zweite Weltkrieg hat Hamburg stark getroffen: Etwa 80 Prozent der Hafenanlagen und 40 Prozent der Industrie wurden zerstört – auch die Packkistenfabrik Adolf Siemers konnte die schweren Kriegsjahre nicht überstehen. Der Standort am Kajen wurde durch die Bombenangriffe völlig zerstört und konnte nicht wieder aufgebaut werden.

Nach Kriegsende wurden die Geschäfte an den Kaufmann Carl Siemers junior übergeben, der vor der schweren Aufgabe stand, das Unternehmen von Grund auf neu aufzubauen. 1950 wurde ein neuer Standort in der Lutherhöhe in Hamburg-Bahrenfeld eröffnet. Das Tätigkeitsfeld der Firma bestand in den Nachkriegsjahren in der reinen Kistenproduktion. Kartons waren auf dem deutschen Markt noch nicht eingeführt – dies änderte sich ab 1953, als Tetra Pak die erste kommerzielle Kartonverpackung in Deutschland einführte. Die Packkistenfabrik produzierte darüber hinaus vielfältige andere Waren aus Holz, beispielsweise Kartoffelkisten oder Schweineställe. Holz war rar in diesen Tagen – somit war die Packkistenfabrik Adolf Siemers in zahlreichen Branchen als Dienstleister gefragt.

Altonaer Kistenfabrik - seit über 50 Jahren steht dieser Name für Qualität und Tradition

Nur wenige Jahre nach dem Wiederbeginn zog die Packkistenfabrik Adolf Siemers Anfang der 1950er Jahre erneut um. Mit dem neuen Standort in der Boschstraße in Altona (auf den Fotos zu sehen der Neubau sowie das Richtfest des neuen Firmen- gebäudes) bekam das Unternehmen auch einen neuen Namen: Altonaer Kistenfabrik Adolf Siemers. Die Altonaer Kistenfabrik blieb über Jahrzehnte hinweg fest mit dem Standort verbunden – der Name etablierte sich und ist auch heute noch in der Abkürzung des aktuellen Firmennamens akf siemers zu finden.

Das Unternehmen war auch zu dieser Zeit auf die reine Kistenproduktion fokussiert. Gleichzeitig wurde in die Dienstleistungspalette der Bereich „seemäßige Verpackung“ aufgenommen. Da Fracht- und Schiffs- container erst im Jahr 1956 für den Güterverkehr eingeführt wurden, war die seemäßige Verpackung in Holzkisten sehr gefragt, da die Waren vor Belastungen durch Klima, Stauen, Hafenumschlag und Transport auf dem Stückgutschiff geschützt werden mussten. Hier fand die Altonaer Kistenfabrik ein attraktives Geschäftsfeld.

Exportverpackungen - die Altonaer Kistenfabrik entdeckt ein neues Geschäftsfeld

Im Jahr 1955 bekam die Altonaer Kostenfabrik ihren ersten Großauftrag: 100 englische U-Boot-Motoren sollten für den Export sicher verpackt werden. Solch ein Auftrag war nicht nur für die akf völlig neu - Exportverpackungen gab es in Deutschland bislang noch nicht. Die akf nahm die neue Herausforderung an und entdeckte für sich neue Potenziale.

Von da an entwickelte sich die akf rasant weiter: Schon 1960 wurden kleine Flugzeuge und meterlange Torpedos verpackt. Zu dieser Zeit begannen auch die ersten Maschinenbauer, die Verpackung ihrer empfindlichen Ware an externe Dienstleister auszulagern, so dass die akf ebenfalls in dieser Branche tätig wurde. Einer der ersten Kunden war die Demag, für die Elektromotoren sicher verpackt wurden. In dieser Zeit entwickelte sich die akf zu dem, was sie auch heute noch ist: ein Verpacker für den Maschinen- und Anlagenbau.

Die vierte Generation übernimmt das traditionsreiche Familienunternehmen

Am 13. Dezember 1979 wagte mit Joachim Siemers die vierte Generation den Schritt in die Altonaer Kistenfabrik. Er kam als Vertreter eines Lkw-Fahrers, der erkrankt war, und arbeitete anschließend anderthalb Jahre als Verpacker, bevor er in den kaufmännischen Bereich wechselte. Zu dieser Zeit hatte die AKF 30 Mitarbeiter und wurde von Joachims Vater Carl Siemers jr. geführt.

1986 standen in dem traditionsreichen Familienunternehmen große Feierlichkeiten an: Das 100jährige Jubiläum wurde begangen. Gemeinsam mit Mitarbeitern, Familien und Kunden wurde auf dem Gelände in der Boschstraße gefeiert. Der Geschäftsführer Carl Siemers jr. nahm das stolze Jubiläum zum Anlass, sich langsam aus den Geschäften zurückzuziehen. Es begann die kontinuierliche Übergabe an den Sohn Joachim, der bis heute Inhaber der AKF ist.

Projekte für den Anlagenbau - die Altonaer Kistenfabrik vergrößert sich

Mit dem neuen Inhaber Joachim Siemers machte die Altonaer Kistenfabrik große Schritte: Erst seit einem Jahr Geschäftsführer, erschloss Joachim Siemers (auf dem Foto mit seinem damaligen Team) völlig neue Geschäftsfelder. In den Jahren 1987/88 bekam die AKF das erste Projekt für den Anlagenbau von Blohm+Voss.

Schnell wurde das Gelände an der Boschstraße für derart große Projekte zu klein, so dass 1988 ein erneuter Umzug vonstatten ging. Auf dem ehemaligen Gelände von Kühne&Nagel in der Müggenburger Straße in Hamburg-Veddel fand die Altonaer Kistenfabrik ihr Zuhause, wo sie bis heute ansässig ist. Auf nunmehr 20.000 Quadratmetern konnten Anlagenprojekte aller Art und Größe problemlos abgewickelt werden.

Revolutionäre Technik findet ihren Ursprung bei der Altonaer Kistenfabrik

Maschinen und Anlagen sind sehr empfindliche Waren, die auf ihrem weltweiten Transport eine beanspruchungsgerechte Verpackung benötigen. Als sich die Projekte für den Anlagenbau bei der Altonaer Kistenfabrik ab Ende der 1980er Jahre vermehrten, suchte Geschäftsführer Joachim Siemers nach Wegen der Optimierung der Verpackungssicherheit. Die AKF war bereits damals sehr erfolgreich in der sicheren Abwicklung von Großprojekten – so wurde zum Beispiel in den Jahren 1986/87 eine ganze Werft ohne Schaden verpackt und verschifft.

Kurz vor Ende des Jahrzehnts gab es den ersten Computer bei der Altonaer Kistenfabrik – allein diese Tatsache war schon revolutionär, da es in ganz Hamburg noch keine fünf Computer gab. Joachim Siemers schaffte sich früh diese innovative Technologie an und entwickelte daraufhin eine Software zur Berechnung der Stabilität bei Kisten, durch die es noch weniger Schäden gab. Diese Software wurde schließlich zahlreichen weiteren Unternehmen der Branche zur Verfügung gestellt – Joachim Siemers war Vorreiter auf diesem Gebiet.

1990er Jahre: Die Altonaer Kistenfabrik schweift in die Ferne

Kurz nach dem Umzug der Altonaer Kistenfabrik in die neuen Geschäftsräume in der Müggenburger Straße in Hamburg-Veddel machte man sich auf zu neuen Ufern. Das Unternehmen, seit seiner Gründung fest mit Hamburg verwurzelt, wurde nun auch über die Grenzen der Hansestadt hinaus bekannt. So gewann die AKF in den Jahren 1989/90 zahlreiche Kunden aus dem Anlagenbau in ganz Deutschland und wickelte die Projekte erfolgreich in Hamburg ab.

Im Laufe der 90er wurde der Kundenstamm schließlich bis nach Österreich und in die Schweiz ausgebaut. In diesen Jahren musste die Altonaer Kistenfabrik viel lernen: Die immer größer werdenden Aufträge nahmen naturgemäß an Komplexität zu, so dass Anfang der 90er ein neues EDV-System entwickelt wurde. Dies half von nun an bei der Warenerfassung und Lagerung sowie der Nachvollziehbarkeit von Prozessen.

Aus der Altonaer Kistenfabrik wird eine Unternehmensgruppe

Die Altonaer Kistenfabrik, mittlerweile über 100 Jahre am Markt, vergrößerte über die Jahre hinweg kontinuierlich ihr Geschäftsfeld. Längst wurde nicht mehr nur verpackt, sondern unter anderem auch Transporte organisiert und durchgeführt. So kam es, dass 1995 eine eigene Spedition, die AKF Transport GmbH, gegründet wurde. Für die Kunden änderte sich dadurch aber nichts - der gewohnte Service wurde von nun an in unterschiedlichen Unternehmensteilen abgewickelt. Im Jahr 2000 wurde der Unternehmensteil unbenannt und hieß von da an LSL Transport.

Ab 2006 kamen kontinuierlich weitere Firmen dazu, so dass aus der Altonaer Kistenfabrik eine Unternehmensgruppe wurde. Eine besondere Idee hatten die neuen Geschäftsführer Marc Briese (ab Ende 2005) und Heinz-Jürgen Tanger (ab Anfang 2006) mit der Gründung der JS Industrieverpackung. Da es schlicht unmöglich war, Fachkräfte für die spezielle Kistenfertigung von AKF am Markt zu finden, gründete man die JS mit dem Ziel, die Fachkräfte für den eigenen Bedarf auszubilden und den anderen Unternehmensteilen je nach aktueller Auftragslage zur Verfügung zu stellen. Erst später ergab sich daraus die Spezialisierung der JS auf Kleinverpackungen für See- und Luftfracht.

2011: 125 Jahre akf siemers

2011 war für akf siemers ein ganz besonderes Jahr: Das Traditionsunternehmen feierte sein 125jähriges Jubiläum. Da es nicht viele Unternehmen gibt, die eine solch lange Tradition aufweisen können, wurde dies entsprechend gefeiert. Kunden und Partner von akf siemers wurden auf das Gelände in der Müggenburger Straße in Hamburg eingeladen. Die langjährige Verbundenheit der Firma mit dem Hamburger Hafen wurde einmal mehr deutlich, als einige Gäste mit der Fähre zum Gelände anreisten.

Die Jubiläumsfeier wurde gekrönt durch den großen Unternehmensfilm über akf siemers, der wichtige Entwicklungen und emotionale Momente der Firmengeschichte aufzeigt und auf dem Fest seine Premiere feierte.

Wir von der akf siemers Gruppe sagen: Auf die nächsten 125 Jahre!

Sie konnten bei der Premiere des Films nicht dabei sein? Dann sehen Sie ihn sich jetzt hier an:

unsere Galerie und der Film zu unserem Jubiläum

 

 

Qualität ist unsere Tradition.